Geschichte

Im Jahre 1281 wird zum ersten Mal ein Kirchlein zum heiligen Nikolaus in Hall urkundlich erwähnt. Da aber das Gotteshaus für die aufstrebende Salzstadt zu klein wurde, wurde es im Jahre 1352 umgebaut und erweitert. Da die Einwohnerzahl Halls im 15. Jahrhundert stark anstieg, wurde die Kirche wiederum erweitert und erhielt ihre heutige gotische Gestalt. Im Zeitraum von 1420 bis 1440 baute der Haller Baumeister Hans Sewer das einschiffige Langhaus zu einer dreischiffigen Kirche um. Weil dabei das Gebäude nicht nach Süden hin erweitert werden konnte, erscheint das Altarraum heute abgeknickt.



Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Kirche zum ersten Mal renoviert. Beim schweren Erdbeben am 17. Juli 1670 stürzte der Turm der Pfarrkirche ein, wurde aber bis 1676 im barocken Stil wieder aufgebaut. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts begann man mit der Barockisierung der gesamten Kirche. Bei einem Brand im Jahre 1875 wurde der Dachstuhl teilweise zerstört, das Dach und die auf dem Giebel der Westfassade stehende Figur des hl. Nikolaus mussten in Folge erneuert werden. Im 20. Jahrhundert wurden die Deckengemälde zweimal renoviert.
Heute ist die Pfarrkirche mit ihren zahlreichen Kunstwerken eine Attraktion für Haller, Tiroler und tausende Touristen aus vielen Ländern.